Informationen zur Stiftung "Hoffnungsträger"

Erstes Hoffnungshaus in Leonberg eröffnet
Mit einer großen Eröffnungsfeier hat Hoffnungsträger das erste Hoffnungshaus in Leonberg eröffnet. Fast 400 Menschen wollten dabei sein, um zusammen mit den Bewohnern bei einem bunten Programm und leckerem Essen die Eröffnung zu feiern.

Insgesamt sechs Familien sowie zwei Wohngemeinschaften, bestehend aus Einheimischen und Flüchtlingen aus Afghanistan und Syrien, werden künftig gemeinsam wohnen und ihren Alltag miteinander teilen. Die Bewohner wurden über lokale Netzwerke und persönliche Kontakte auf das Projekt aufmerksam. "Wichtig für den Einzug ist nur die Bereitschaft, aktiv am Projekt teilzuhaben. Herkunft, Status oder Religion spielen für uns keine Rolle", betont Markus Witzke, Vorstand und CEO von Hoffnungsträger. Rund zehn Stunden im Monat sollte sich jeder Bewohner an gemeinsamen Angeboten wie Sprach- oder Sportkursen oder Kinderbetreuung beteiligen. Mitte 2017 wird in Leonberg das Nachbarhaus auch für das integrative Wohnen umgebaut. Weitere Häuser in Esslingen, Bad Liebenzell, Schwäbisch Gmünd und Sinsheim werden ebenfalls in diesem und im nächsten Jahr gebaut. Die Nachfrage ist groß und die Erfolgsaussichten vielversprechend.

Langfristig verfolgen wir Hoffnungsträger die Idee eines Netzwerks aus insgesamt 50 Hoffnungshäusern in ganz Deutschland. Auf der Suche nach geeigneten Standorten arbeitet die Organisation eng mit den jeweiligen Institutionen für Städteplanung zusammen. Der Fokus liegt hier auf zentralen Lagen, um den direkten Kontakt zwischen einheimischer Bevölkerung und den Flüchtlingen zu erleichtern.. "Integration heißt für uns vor allem auch die Grenzen in den Köpfen abzubauen. Umfragen zeigen immer wieder, dass die Spendenbereitschaft in Deutschland nach wie vor mit 35 Prozent sehr hoch ist, allerdings ein direkter Kontakt kaum stattfindet", erklärt Marcus Witzke. "Mit unseren Häusern wollen wir nicht nur ein sicheres Wohnen gewährleisten, sondern auch mit speziellen Angeboten in den Bereichen Bildung und Freizeit Impulse geben, aber nicht nur für die Flüchtlinge, sondern auch für ihre deutschen Nachbarn."

AWW-Verantwortliche im Gespräch mit Tobias Merkle

AWW-Verantwortliche im Gespräch mit Tobias Merkle über eine mögliche Zusammenarbeit